Heimische Fische unter der Lupe, Artikel von Marc Schüler, Rüsselsheimer Echo vom 12. April 2019

Weiterstädter Sechstklässler untersuchen bei Projekt mit dem Büttelborner ASV Rotauge den See am Braunshardter Tännchen.

BÜTTELBORN – Einen spannenden Projekttag erlebte die Klasse 6c der Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt am Donnerstag am Braunshardter Tännchen. Zusammen mit dem ASV Rotauge Büttelborn und dem Landesverband der Hessenfischer lernten die Schüler alles rund ums Thema Angeln sowie Gewässerpflege und Gewässerschutz.
Ausgangspunkt war ein Projekt von Schülern für Schüler, bei dem Darian Krüger und Julian Reitz ihren Mitschülern das Angeln zeigten, berichtete Klassenlehrerin Birgit Rosner. So entstand die Idee.
 
Zur Vorbereitung des Projekttags hatte die Klasse in der vergangenen Woche einen Fisch seziert. Am Donnerstag wollten sie sehen, welche Fische in heimischen Gewässern zu finden sind und wie deren Lebensräume aussehen.
Um ganz genau hingucken zu können, hatten die Schüler ein von Merck gestiftetes Kompaktlabor dabei. Karl Schwebel vom Landesverband der Hessenfischer hatte ein Ruderboot mitgebracht und fuhr mit den Schülern auf den See hinaus. Dort entnahmen sie Wasserproben, die anschließend im Kompaktlabor mit Chemikalien und unter dem Mikroskop genau untersucht und dokumentiert wurden. Dabei ermittelten die Jungen und Mädchen gemeinsam mit Schwebel unter anderem den PH-Wert und die Karbonathärte des Gewässers am Braunshardter Tännchen.
Der ASV Rotauge hatte ein kleines Aquarium aufgestellt und zeigte darin heimische Fische, ehe der Vorsitzende Andreas Krüger mit den Schülern zusammen eine Reuse aufstellte und diese nach einiger Zeit auch leerte. „Das ist für uns das Gewässer-Monitoring, das wir in regelmäßigen Abständen immer machen. Dabei sind die Maschen der Reuse so klein, dass nur Jungfische hineinkommen. So können wir sehen, wie es um die Population im See bestellt ist“, erklärte Krüger seinen Zuhörern.
 
Ganz genau hingucken konnte auch Julian Reitz. Dank des Blicks durch das Fallrohr einer Regenrinne mit einem Glasboden konnten er und seine Klassenkameraden in den flachen Bereichen des Gewässers den Boden und die dort lebenden Tiere beobachten. Auch eine komplette Angelausrüstung konnten die Schüler sich ansehen und erklären lassen.
„Wir können hier ebenso Seeplankton suchen und untersuchen“, erklärte Andreas Krüger weiter und demonstrierte dies auf einem Rundgang um den See am Braunshardter Tännchen. Einer der Höhepunkte folgte zum Abschluss: Andreas Krüger hatte als Mittagessen für die hungrigen Schüler Forellen geräuchert und bereitete sie am Unterstand des Vereins zu.

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