Berufs- und Studienorientierung (BSO)

Förderung der Ausbildungsreife
 
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen ergibt sich für Schulen die Notwendigkeit, neue Berufsorientierungskonzepte zu entwickeln, die den Schülern den Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtern und sie in die Lage versetzen – selbstbestimmt in realistischer Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen – berufliche Entscheidungen zu treffen.
 
Ziel des Berufsorientierungsprozesses ist es, die Verantwortlichkeit der Jugendlichen für ihre Berufswahl zu stärken, damit sie aktiv an der Entscheidung für einen Beruf und der Vermittlung in eine Ausbildung mitwirken können.
 
Mit Blick auf diese Ziele und in Anlehnung an die landesweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen (OloV) hat die Albrecht-Dürer-Schule die laut Erlass vorgeschriebenen Maßnahmen (u.a. je ein 14-tägiges Betriebspraktikum in den Kooperationsklassen der Jahrgangsstufe 8, den Haupt- und Realschulklassen der Jahrgangsstufe 9 sowie den 8. Gymnasialklassen) und die bereits bestehenden Aktivitäten in einem schulinternen fächer- und schulformübergreifenden Berufsorientierungskonzept für die Jahrgangsstufen 7 – 10 sowie für die Sek. II weiter ausgebaut. Die Vermittlung von arbeitsweltbezogenen Inhalten ist somit im Lehrplan verankert.
 
Die Berufsorientierung beginnt mit der Einführung des Berufswahlpasses in den Kooperationsklassen der Jahrgangsstufe 7, der die Schüler bis zur Jahrgangsstufe 10 als Portfolio (Lerntagebuch) begleitet. Ergänzt wird der Berufswahlpass durch unterschiedliche Kompetenzfeststellungsverfahren (KomPo7, Berufsparcours, Berufsnavigator, KomPo9) in den verschiedenen Jahrgangsstufen, die den Schülern helfen sollen, ihre eigenen Fähigkeiten, ihre Stärken und Schwächen zu erfahren und einzuschätzen.
Die Zusammenarbeit mit externen Partnern (z.B. Unternehmen und Betriebe der Region, Agentur für Arbeit, Kammern, Hochschulen, weiterführenden Schulen) bietet vielfältige Unterstützungsmaßnahmen.
Hervorzuheben wäre hierbei da s von der Stadt Weiterstadt ins Leben gerufene Netzwerk Ausbildung, in dessen Rahmen ehrenamtlich tätige Paten Schüler ab Jahrgang 8 im Berufsorientierungsprozess und Übergang Schule-Beruf begleiten.
 
Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 besteht des Weiteren eine Kooperationsvereinbarung mit dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein Main.
Im Mai 2012 konnte in Kooperation mit der IHK Darmstadt Rhein-Main Neckar eine Vereinbarung zum Projekt „Zukunftswerkstatt“ getroffen werden. Durch die Unterstützung sieht sich die Schule in der Lage, einen Berufs-orientierungsraum einzurichten, der allen Klassen der Jahrgangsstufen 7
bis hin zur Oberstufe zur Verfügung steht.
 
Zudem steht den Schülern neben den sozialpädagogischen Fachkräften zwei Berufseinstiegsbegleiter (Bereb)als ständige Ansprechpartnerin zur Seite.
 
Abgerundet wird das Gesamtkonzept in der Jahrgangsstufe 8 bis 10 durch fest im Stundenplan verankerte Beratungsstunden. Schulleitungsmitglieder und qualifizierte Fachlehrer bieten hier individuelle Beratung und Hilfen an, in deren Focus die Berufswegeplanung und die Bereiche weiterführende Schulen und Übergänge stehen.
 
Für ihre vielfältigen Bemühungen wurde die Albrecht-Dürer-Schule im September 2011 durch das Hessische Kultusministerium mit dem HKM-Gütesiegel Berufsvorbereitung ausgezeichnet.
 
T. Czerwick, E. Schmidt (20. September 2013)