LRS

Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen – Fortschreibung von 2010
 

  1. Wie geht die Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt damit um?
  2. Was ist überhaupt LRS und wo gibt es Informationen?

Grundsätzlich maßgebend für eine Entscheidung, ob eine Lese- Rechtschreibeschwäche vorliegt und in welcher Form ein Nachteilsausgleich gewährt wird ist die Klassenkonferenz; externe Gutachten sind zwar hilfreich aber nicht entscheidend.
 
Zunächst sollten sich die Eltern an die Klassenleiterinnen bzw. Klassenleiter wenden.
 
Weitere Ansprechpartner sind die Deutschkolleginnen und -kollegen und speziell Frau Gutfreund, die hier mit einer Sonderaufgabe betreut ist. Für den allgemeinen Bereich Leseförderung ist Frau Karnetzke zuständig.
 
In der Regel werden in den Jahrgängen 5-7 mehrere LRS-Kurse angeboten. Der kontinuierliche Besuch dieser Kurse bzw. der Nachweis einer vergleichbaren kontinuierlichen Förderung sind Voraussetzung für die Gewährung eines Nachteilsausgleichs.
 
Die Kurse werden von der Schulleitung – Herrn Dr. Lissinna – eingeteilt und über die Klassenlehrer den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt.
 
Im Internet finden sich Verordnungen, Erlasse und viele weitere Informationen.
 
Speziell für Hessen informiert: http://lernarchiv.bildung.hessen.de/grundschule/Deutsch/lrs/index.html
 
Hieraus ein Auszug zum Begriff der Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS):
 
Am 1. August 2006 ist die neue hessische Verordnung (VOLRR) in Kraft getreten. Die Verordnung benutzt mit Bedacht den beschreibenden Begriff Schwierigkeiten und bewusst nicht den medizinisch grundierten Begriff Legasthenie oder Schwäche. Die Verwendung des Begriffs Schwierigkeiten macht deutlich, dass verschiedene Ursachen für die Probleme existieren, die Schüler beim Erlernen und beim Gebrauch der Schriftsprache haben. Schwierigkeit bedeutet auch, dass diese bei entsprechender Förderung – außer in Extremfällen – überwunden werden können. Diesem Zugang entspricht eine pädagogische Haltung: Unabhängig davon, warum ein Kind Schwierigkeiten hat und wie diese aussehen – die Aufgabe der Schule muss darin bestehen, diese Schülerinnen und Schüler zu fördern und zwar ganz individuell und unter Berücksichtigung der Entwicklungsstufe, auf der sie sich bei der Aneignung der Schriftsprache befinden. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass den Schülerinnen und Schülern die Lust am Lernen erhalten bleibt, ihr Selbstwertgefühl gestärkt und das Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten ausgebaut wird.
 
Entwicklungsstufen beim Lesen und Schreiben lernen
 Alle Kinder durchlaufen mehrere Entwicklungsstufen – unabhängig von ihrer Intelligenz. Folglich gibt es auch keine „typischen Legastheniker-Fehler" in der Rechtschreibung, wie das vor Jahren noch angenommen wurde. Vielmehr zeigen die Fehler in den Texten der Schüler den jeweiligen Entwicklungsstand an und bilden die Ausgangspunkte für die weitere individuelle Förderung. Die Bestimmungen der hessischen VORLL gelten also nicht nur dann, wenn eine Diskrepanz zwischen ansonsten hoher Lernfähigkeit beziehungsweise hohem Intelligenzquotienten und festgestellten Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben besteht, sondern grundsätzlich auch dann, wenn besondere Schwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten sind, die es ihnen nicht möglich machen – trotz gezielter Förderung – den Anforderungen ihrer Jahrgangsstufe in den betroffenen Bereichen zu genügen.